Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg
mit staatlichem Internat und Tagesinternat
Träger: Freistaat Bayern

Deutscher-Akkordeon-Musikpreis

Timon Töpfer im Finalwettbewerb des Deutschen-Akkordeon-Musikpreises

Elternsprechtag

2. allgemeiner Elternsprechtag:
15.05.2018, 16:00 - 19:00 Uhr

Spektakuläres Schulprojekt kreiert neue Orgel

Schulprojekt: Aus einer kaputten Kirchenorgel wurde ein völlig neues Instrument konstruiert.

Termine zum Schulübertritt

Anmeldewoche 07.05.2018 - 11.05.2018

Weitere Informationen

MGG Schulflyer

Der neue MGG Schulflyer steht als Download zur Verfügung.

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Feindsender - Jazz während der NS-Diktatur - Diffamiert und diskreditiert

„Irgendwo auf der Welt gibt's ein kleines bisschen Glück und ich träum' davon in jedem Augenblick.“ Aus dem Großen Musiksaal ertönt dieser und andere Klassiker aus der Spätphase der Weimarer Republik in neuem Gewand. Zwei Ensembles versetzen die Zuhörer im voll besetzten Raum in gespannte und hochkonzentrierte Aufmerksamkeit.

Am 26.1.2017 konnten die Schülerinnen und Schüler des Studienzweigs Musik und die der 10. Klassen die Möglichkeit in der 3. und 4. Stunde einem von Studenten der Musikhochschule Würzburg gestalteten Konzert zuhören. Dieses stand unter dem Motto “Feindsender- Jazz in der NS-Zeit” und fand in unserem Musiksaal statt. Die Europäische Kulturstiftung EUROPAMUSICALE initiiert und plant Musikprojekte, die jenseits merkantiler Zwänge der heutigen Eventkultur nur durch ein Netzwerk von engagierten Kulturakteuren realisiert werden können. Dieses Projekt wird in der Saison 2016/2017 von der Konzertgesellschaft München e.V. finanziert und außerdem in München und Nürnberg veranstaltet.

Zum größten Teil spielten Jazz-Studenten, die sich für einen zu diesem Thema ausgeschriebenen Wettbewerb zu zwei verschiedenen Bands zusammengetan hatten. Gespielt wurde mit typischen Jazz-Instrumenten, wie zum Beispiel Saxophon, einem alten Synthesizer, Kontrabass und Akkordeon. Feindsender waren im Dritten Reich die Radiosender, die vom Staat verboten wurden, da sie nicht den propagandistischen Vorstellungen des Nationalsozialismus entsprachen und die Bevölkerung motivierte die Freiheit auszuleben, die die Musik des Jazz oder Blues ausdrückt. Wer damals der Regierung zum Trotz diese Sender hörte, wurde mit Haftstrafen oder dem Tod bestraft. Nach der Präsentation verschiedener Songs aus den 20ger und 30ger Jahren konnten die Schüler noch Fragen stellen und sich selbst am Jazz-Piano ausprobieren. Die Veranstaltung wurde von Tania Vásquez Dautermann von der Münchner Konzertgesellschaft moderiert, die auch über die Hintergründe und die Geschichte dieser Musikrichtung in Deutschland zur Zeit des NS-Regimes aufklärte. Besonders beeindruckt haben die beiden Sängerinnen, die mit ihrer klingenden und halbsprechenden Stimme in ungewöhnlicher Weise die alten Melodien präsentierten.

                                                                                Alexandra Pfeifer und Timon Töpfer (10b)

Anmeldung am MGG

Vom 8. bis 12. Mai können Sie Ihr Kind bei uns im Sekretariat (1. Stock) für die kommende 5. Jahrgangsstufe anmelden.

Um Zeit zu sparen, können Sie Sich bereits hier zwei Formulare herunterladen und im Voraus in Ruhe ausfüllen. Bei Fragen und Unklarheiten beraten wir Sie natürlich gerne auch vor Ort. Wir freuen uns auf Sie und Ihr Kind!

- Anmeldeformular
- Übersicht bisheriger Bildungsgang

Des Weiteren benötigen wir:

- Übertrittszeugnis im Original
- Geburtsurkunde im Original
- 1 Passfoto mit dem Namen der Schülerin / des Schülers auf der Rückseite

 

Musikfest der unterfränkischen Gymnasien

Donnerstag, 24. November 2016, 19.30 Uhr: Mit einem langen Crescendo beginnt das Musikfest der Unterfränkischen Gymnasien. Auf der Bühne sind ca. 90 Musiker, schwarz-weiß gekleidet, das Instrument am Anschlag, spielend oder auf den richtigen Einsatz wartend. Der Dirigent, Leiter und Organisator der Musizierenden ist uns allen bekannt, es ist Herr Dr. Stinzendörfer.
So leitete das Große Orchester des MGG diesen besonderen Abend im Großen Saal der Musikhochschule in Würzburg ein. Diese Ehre ist nicht nur unserem Ruf, sondern in erster Linie auch unserem Können zu verdanken, welches uns einen Platz auf dieser Bühne vor ca. 800 Zuhörern
beschert hat.
Am 17. Oktober kamen nämlich Prof. Matthias Beckert und der MB-Fachreferent Heinz Pallor, die für das Auswählen der besten Schulmusikgruppen zuständig waren, an unsere Schule. Als Jury beurteilten sie unser Musizieren. Die Entscheidung fiel für uns positiv aus. Unsere Stücke überzeugten sie, so dass wir schließlich eine Einladung für das selten stattfindende Musikfest der unterfränkischen Gymnasien erhielten und dort bekamen wir als Belohnung einen regen
Applaus für unseren Auftritt. Wir spielten Soundtracks aus verschiedenen Verfilmungen von Robin Hood. Begonnen haben wir mit der Suite von Richard Kamen aus „Robin Hood, Prince of Thieves“ aus dem Jahre 1991. Unser zweites Stück war aus einer älteren Verfilmung, einer sehr viel älteren, nämlich von 1938, dessen Musik Erich Wolfgang Korngold komponierte. Als auch der letzte Ton dieses Werkes verklungen war und unser Auftritt mit anerkennendem Applaus gewürdigt wurde, verließen die Musiker des Großen Orchesters die Bühne. Im Anschluss spielte David Förster, unser bester Trompeter als Solist die „Sinfonia Spirituosa“ von Georg Philipp Telemann mit unserem
Kammerorchester. Auch dieses Stück quittierten die Zuhörer mit einem wohlwollenden Applaus und so konnte uns Herr Stinzendörfer letztendlich zufrieden entlassen.
Einige Musiker des großen Orchesters leisteten vor, während und nach dem Musizieren noch organisatorische Hilfe. Unsere gesamte Q11 wurde von der MB-Dienststelle als Helfer für das Catering und als Begleiter für die auswärtigen Ensembles verpflichtet und leistete hervorragendste Arbeit.
Weitere Schüler kümmerten sich nicht nur um das Aus- und Verladen der Instrumente in den VW-Bus, sondern auch um die Vorbereitung der Bühne für die einzelnen Musikgruppen.Denn neben uns gaben noch verschiedene Chöre, andere Orchester und auch einige Bigbands, darunter auch die unseres Gymnasiums, ihre eingeübten Stücke zum Besten.Es war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Sämtliche Musiker waren für ihre Mühen mit entsprechendem Applaus belohnt worden und auch die
Zuhörer sind durch die schönen Musikstücke auf ihre Kosten gekommen. Die ganze Veranstaltung verlief reibungslos.

Unsere nächsten Auftritte waren die zwei Aufführungen des Christmas Charol Singalong am Samstag den 17.12.16 und am Sonntag den 18.12.16 in der Augustiner Kirche in Würzburg. Zum letzten Mal konnten unsere Schüler, Angehörige und Freunde, unser Orchester am 20.12.16 in der Sankt Johanniskirche, mit dem diesjährigen Weihnachtskonzert hören. Es war eine schöne Einstimmung auf das Weihnachtsfest und natürlich auch auf die ersehnten Weihnachtsferien.

Quirin Schönbuchner, Q12

 

Aktuelle Information zur Kooperation mit der Sing- und Musikschule Würzburg erhalten Sie hier.

 

Auf den Spuren Richard Wagners

Am 9. Februar 2017 starteten wir, eine Gruppe aus Schülern des Studienzweigs Musik und des W-Seminars Musik Rezeption, zusammen mit Frau Miksch, Herrn Dr. Stinzendörfer und Frau Amrehn vom Richard-Wagner Verband nach Bayreuth, der einzigen Stadt, in der Wagner einen festen Wohnsitz hatte.

Schon im Vorfeld bereitete das W-Seminar die Fahrt vor, nicht nur die Attraktionen, die in der Stadt besichtigt werden sollten, sondern auch die Busfahrt wurden mit Programmpunkten gestaltet. So wurden die Teilnehmer mit einem Multiple-Choice Test über das Leben Richard Wagners und Busgymnastik-Übungen zum Wiederauflockern am Ende der Reise unterhalten. In Bayreuth angekommen stand als erstes die Besichtigung der Villa Wahnfried und des dazugehörigen Museums und das Siegfried-Haus auf dem Programm. In zwei Gruppen wurden wir durch das neue Museum geführt, in dem wir zuerst ein Modell des Festspielhauses und dann die bisherigen Dirigenten auf den ausgestellten Porträts betrachteten. Im selben Raum wurde ein Einblick in die verschiedenen Bühnenbilder und Kostüme und deren Veränderung im Laufe der Jahre gegeben. Weiter ging die Führung in der Villa Wahnfried, die im Zweiten Weltkrieg zum größten Teil zerstört und danach wieder aufgebaut wurde. Im Erdgeschoss wurden die Räume, welche der Repräsentation dienten, rekonstruiert und mit den noch vorhandenen originalen Möbeln vervollständigt. Über die ehemaligen Wirtschaftsräume, in welchem sich heute die Schatzkammer mit einer interaktiven Partitur und momentan der Originalpartitur „Parsifals“ befindet, gelangten wir durch den Bediensteten-Eingang in die ehemaligen Schlafzimmer der Familie Wagner. In diesen befindet sich heute eine Ausstellung. “Die Ausstellung gefiel mir (...) recht gut und meiner Meinung nach haben sie die wichtigsten Punkte bezüglich Richard Wagners gut dargestellt bzw. umgesetzt”, so äußerte sich David Eitel, Klasse 10b. Zum Schluss der Führung gingen wir in das Haus Siegfried, welches erst nach dem Tod Wagners seinem Sohn als Wohnhaus diente. Danach folgte die verdiente Mittagspause, in der in Kleingruppen zusammen zu Mittag gegessen wurde. Nachdem sich alle wieder am Bus getroffen hatten, fuhren wir zum Festspielhaus, in dem eine weitere Führung auf uns wartete. Das Festspielhaus fand großen Anklang bei den Teilnehmern. “Besonders gefallen hat mir die Führung durch das Festspielhaus”, meinte Felicitas Stickler, Q11. “Ich fand das Festspielhaus am besten”, urteilte Merle Koeth, Klasse 7a. Bevor wir in den Zuschauersaal gelangten, wurden uns einer der beiden Seiteneingänge und der Königsbau gezeigt. Nachdem wir mehr über die besondere Bauweise des Saals erfahren haben, die einem antiken Theater ähnelt und durch die eine besondere Akustik erzeugt wird, besichtigten wir den Orchestergraben und erfuhren auch von seinen Besonderheiten. Die Bühne konnte aufgrund der schon laufenden Vorbereitungen des Bühnenbilds für eine Neuinszenierung nicht besichtigt werden. Nach einem informativen Tag traten wir die Rückreise, die auch durch ein Programm des W-Seminars gestaltet wurde, an. So wurde erneut ein Quiz mit den am Tag gewonnen Informationen gespielt und anschließend eine Dokumentation über die Verbindung zwischen Richard Wagner und Bayreuth gezeigt.

Ein großes Dankeschön an das W-Seminar und Herrn Dr. Stinzendörfer, welche die Fahrt organisiert haben, und an den Richard Wagner-Verband, der die Fahrt gesponsert und unterstützt hat.

“Der Ausflug hat Spaß gemacht, man hat viele interessante Dinge über Wagner, sein Leben, seine Familie und das Festspielhaus erfahren”, lautet ein abschließendes Schülerurteil.

Deshalb hoffen wir, dass sich auch für zukünftige Jahrgänge die Möglichkeit einer solchen Fahrt ergibt.

Katharina und Tabea Brettschneider, W-Seminar Musik, Q11