Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg
mit staatlichem Internat und Tagesinternat
Träger: Freistaat Bayern

Wichtige Termine und Informationen

Informationen zur Anmeldung gibt es unter folgender Sondernummer MGG aktuell - Eine Schule stellt sich vor

MGG Schulflyer

Der neue MGG Schulflyer steht als Download zur Verfügung.

Musikfest der unterfränkischen Gymnasien

Musikfest der unterfränkischen Gymnasien

Empfang des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer

Kirchenempfang des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer statt. Weiterlesen

Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk

Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk bei der Produktion der Sendung "Ich mach's!" - Musiklehrer/-in.

Theater

"Ich liebe es, Theater zu spielen. Es ist so viel realistischer als das Leben."

Oscar Wilde
(1854 - 1900), irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

 

Wenn Schule ein Bildungsort sein soll, welcher der Integration von kulturellen Medien offen gegenüber steht, dürfen theaterpädagogische Projekte an Schulen nicht fehlen.

Neben Musik, Kunst und Tanz stellt der Bereich „Theater“ deshalb einen weiteren wichtigen Bestandteil des musisch-künstlerischen Profils am Matthias-Grünewald-Gymnasium dar. Theaterpädagogische Arbeit bereichert das Schulleben, weil sie eine ungewohnte Herausforderung darstellt und durch Abwechslung im Schulalltag die Lernkultur verbessern kann. Theaterspielen stärkt außerdem soziale Kompetenzen und die Eloquenz von Schülern.

Schon immer haben Kollegen in den Fächern Deutsch, Englisch oder Geschichte am MGG ihren Unterricht dazu genutzt, Lehrplaninhalte im Rahmen von Theaterprojekten zu vermitteln. Ein Balladenabend im Deutschunterricht der 7. Klasse, szenische Umsetzung von Lehrbuchtexten im Anfangsunterricht in Englisch oder ein selbstgeschriebenes Stück über die Geschichte der DDR im Rahmen eines Projekts im Fach Geschichte - Anlässe sind im Schulalltag mehr als genug vorhanden. Leider fehlt jedoch im Rahmen des Fachunterrichts häufig die Zeit dafür.

Seit einigen Jahren gibt es am MGG jedoch auch ein eigenständiges Theater-Angebot, im Rahmen von Wahlunterricht in der Unter- und Mittelstufe und als Profilfach „Theater und Film“ in der Qualifikationsphase. Die beiden ausgebildeten Theaterlehrer OStRin Anja Krah und OStR Friedrich Knorpp sind dafür verantwortlich, wobei Herr Knorpp derzeit die Unterstufengruppe betreut, während Frau Krah für das Angebot in der Mittelstufe sowie in der Qualifikationsphase verantwortlich ist.

Der Unterricht findet wöchentlich entweder ein- oder zweistündig statt und im Mittelpunkt steht in allen Jahrgangsstufen die Arbeit an Körper und Stimme sowie später die Rollenarbeit. Ziel ist jeweils die Aufführung eines Theaterstückes im Laufe des Schuljahres.

Spielerisch werden die Schüler dabei an die Szenenarbeit herangeführt. Ab der Mittelstufe wird der Unterricht ergänzt durch den Besuch eines oder mehrerer Theaterstücke und deren Besprechung sowie die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern sowie die Nutzung von außerschulischen Angeboten, z.B. im Rahmen des Kooperationsprojekts mit dem Mainfranken Theater Würzburg.

In der Qualifikationsphase wird das Angebot nochmals erweitert und die Leistungen können bei Wahl des Profilfaches Bestandteil der Abiturnote werden.

Im Folgenden finden Sie Auszüge aus dem Lehrplan des Gymnasiums in Bayern zum Profilfach „Theater und Film“.

http://www.isb-gym8-lehrplan.de/

Theater und Film

In Theater und Film erwerben die Jugendlichen in den Jahrgangsstufen 11 und 12 durch wissenschaftspropädeutisches Analysieren und gestaltende Praxis Zugang zur Welt des Theaters und des Films. Sie gewinnen Erkenntnisse über, machen Erfahrungen mit und entwickeln Verständnis für ästhetische, künstlerische Werke in den Bereichen Theater bzw. Film. Sie werden Teilhaber an einem wichtigen Bereich gesellschaftlicher Kultur.

Kommunikation durch und über Theater bzw. Film schafft die Basis für ein lebenslanges Interesse an den Formen darstellender Künste und schafft somit die Voraussetzung für die Entscheidung, ob ein junger Mensch sich für einen künstlerischen und somit kreativen Beruf entscheiden oder Teil eines kunstverständigen Publikums werden wird.

Beitrag des Faches zur gymnasialen Bildung und Persönlichkeitsentwicklung

In der Auseinandersetzung mit der symbolischen Welt des Theaters und des Films erhalten die Schüler einen Zugang zu vielfältigen kreativen Weltentwürfen. Sie lernen gedankliche Entwürfe und deren künstlerische Umsetzung in Theaterstücken und Filmen kennen und verstehen. Die theaterwissenschaftlichen und filmkundlichen Erklärungsmodelle umfassen Grundzüge einer Theorie des Spiels, der Theater- und Filmgeschichte. Die Schüler lernen Schauspiel- und Regiestile kennen und erfahren dabei, wie gleiche Stoffe und Inhalte auf unterschiedlichste Art interpretiert werden können. Der Schwerpunkt des Unterrichts liegt auf der praktischen Arbeit, die auf der Grundlagenarbeit in den Bereichen Stimme, Klang, Rhythmus und Körper, Aktion, Rolle aufbaut und diese gezielt fortführt.

Zusammenarbeit mit anderen Fächern

Das Fach Theater und Film bietet vielfältige Möglichkeiten, mit den sprachlichen und ästhetisch-künstlerischen Fächern, vor allem mit Deutsch, Musik, und Kunst, in praktischen und theoretischen Projekten zusammenzuarbeiten.

In thematischen und inhaltlichen Fragestellungen von Theaterstücken und Filmkonzepten werden aber auch lebenskundliche Inhalte der Fächer Religionslehre und Ethik, Sozialkunde und Geschichte berührt.

In der intensiven Probenarbeit und Kooperation mit anderen Fächern setzen sich die jungen Menschen bewusst mit Teamarbeit und Sozialverhalten auseinander. Dies trägt zur positiven Gestaltung des Unterrichtsgeschehens und zum kommunikativen und respektvollen Miteinander bei.

Ziele und Inhalte

  • Der Unterricht vermittelt Fähigkeiten und Fertigkeiten in denjenigen ästhetisch-künstlerischen Bereichen von Theater und Film, die benötigt werden, um szenische bzw. filmische Gestaltungsaufgaben zu lösen und entstandene Lösungen zu reflektieren.
  • Er vermittelt künstlerisch-ästhetisches Wissen als Allgemeinbildung und erlaubt dadurch kompetent, aktiv und sinnerfüllt am kulturellen Leben teilzunehmen.
  • Die Schüler erwerben durch die Probenarbeit in der Theater- und Filmgruppe Teamfähigkeit im Produktionsprozess, erlernen den offenen und toleranten Umgang miteinander, sie lernen aber auch Schwierigkeiten gemeinsam erfolgreich zu bewältigen.
  • Der Unterricht vermag Vergnügen und Freude zu wecken, zur Identitätsfindung beizutragen, Lebens- und Berufsperspektiven aufzuzeigen und einen wichtigen Beitrag zu einer umfassenden Persönlichkeitsbildung zu leisten.

Anja Krah

Schauspielgruppe Mittelstufe

2015 Freundschaft?!

2016 Shakespeare's Was ihr wollt short cut